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Bamberg 2016

 

 

Regine Slovacek hatte Anfang Juli für einen Besuch der Bamberger Altstadt
plädiert und gleich auch die Organisation dafür übernommen.
Über die PM-Keßler WhattsApp-Gruppe und auch über unsere Facebook-Seite
wurde die Veranstaltung ausgelobt. Innerhalb nur eines Tages waren alle
verfügbaren Teilnehmerplätze schon vergeben! Neun Personen entschieden sich mit dem PKW anzureisen und für eine Übernachtung in Bamberg. Der Rest wollte Bamberg in einem Tagesausflug erkunden. Also früh mit der Eisenbahn hin und abends damit auch wieder zurück. Letztere Entscheidung war jedoch bei der Rückfahrt mit größeren Leiden verbunden. Dazu später aber mehr.

 

 


Die Übernachter trafen sich bereits um 10 Uhr in Bamberg. Schnell die Taschen auf die Hotelzimmer und gleich weiter ins berühmte Gasthaus „Fässla“ der gleichnamigen Brauerei. Hier gönnte man sich ein oder zwei Lager aus dem Fässla im „Fässla“ und wartete auf die baldige Ankunft der Zugfahrer, die von Regine am Bahnhof in Bamberg abgeholt wurden. Mit einem großen „Hallo“ traf dann die Meute im „Fässla“ ein. Auch schnell ein „Fässla“ aus dem Fässla
gedudelt und schon musste der komplette Trupp wieder aufbrechen und fußwärts zum Rathausplatz, weil dort Claudia Büttner (unsere Stadt- Führerin) auf uns wartete. In herrlichem Bamberger Dialekt begrüßte uns Claudia und erklärte
gleich, welches Bier die Bamberger trinken und welche Brauerei verabscheut
wird. Von Anfang an war eine sehr lustige Stimmung bei allen Teilnehmern zu erkennen. Dies war - neben der Attraktivität unserer Führerin - natürlich auch dem traumhaften Wetter an diesem Samstag, 24. September zuzuschreiben.
Was haben wir nicht alles während der Sightseeing erfahren:

 

Im Fässla


Dass der „Gabelmoo“ eigentlich der Neptunbrunnen ist, die heilige Kunigunde
eine ganz schöne freche „Matz“ war und warum eigentlich das Schlenkerla
„Schlenkerla“ heißt.  Apropo „Schlenkerla“: Hier war ein erster Halt, um auch das dunkle Rauchbier in einer „Halben“ unter Gaumenschmaus zu nehmen.
Es ging quer durch die Bamberger Altstadt. Das Sandviertel wurde inspiziert, der Bamberger Dom, das alte Rathaus und natürlich durfte das „Klein-Venedig“ auch nicht fehlen. Viel zu schnell (weil sehr interessant und lustig) war die Zeit der Führung Teil 1 gegen 14 Uhr zu Ende und Claudia verabschiedete sich unter dem großen Applaus der teilnehmenden Keßler’s vor dem Gasthaus „Kachelhofen“.
Hier hatte Regine für uns Plätze reserviert, um typisch fränkische Köstlichkeiten,
wie Schäuferle usw. in Ruhe genießen zu können. Die Speisen waren sehr lecker, die Kellner waren schnell und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und das Wirtshaus hatte den gewissen Charme, länger auszuharren. Doch die vorhandene Zeit ließ dies leider nicht zu.

 

  

 

 

 

 

In zwei Gruppen wurde nun auf eigene Faust die Bamberger Altstadt unsicher gemacht. Die einen waren Shoppen oder ähnlichem und die anderen schlenderten durch die malerischen Gassen, die von
tausenden Besuchern aus nah und fern bevölkert waren. Um 17.30 Uhr war der nächste Treffpunkt am „Krebshaus“ angesagt, weil man in der nahegelegenen
ältesten Brauereigaststätte von Bamberg, der „Klosterbräu“, Plätze für eine abendliche Brotzeit und eine kleine dreiteilige Bierprobe reserviert hatte.
Leider war die „Klosterbräu“ ein Schwachpunkt, da sich die Bierprobe wegen eines enormen Besucherandrangs verzögerte. Vespern war aus Zeitgründen auch nicht mehr möglich. Denn pünktlich um 19 Uhr startete der Teil 2 unserer Bamberg-Führung:

 

Die Hexen von Bamberg.

 

Welch Überraschung! Vor der
„Klosterbräu“ wartete in Mittelalterkleidung und mit einer Laterne bewaffnet wiederum die Claudia. Die hatte es sich nämlich nicht nehmen lassen, uns – obwohl so nicht geplant – auch durch das dunkle Bamberg und das noch
viel dunklere Mittelalter zu führen. Zu Allererst erklärte Sie, dass jeder, der ohne
„Lichtlein“ nachts in Bamberg angetroffen würde, des Stadttores verwiesen
werde und schlimmstenfalls noch als Hexe angeprangert werden würde.
Sie erzählte uns von dem „Herrn Böbbel“. Er wäre nämlich der, der die Menschen nachts stolpern lassen würde und nicht - wie vielleicht vermuten ließe - das ein oder andere Bamberger Bierchen zuviel. Claudia erzählte gruselige Geschichten von rothaarigen Frauen, die von damaligen bösen Mitbewohnern als Hexe
angeschwärzt wurde und eigentlich keinerlei Chance hatten, vom Inquisitionstribunal frei gesprochen zu werden. Man erklärte uns, warum die
„Höll“ unterhalb des Bamberger Doms Höll heißt. Unzählige Treppen mussten mal rauf und mal runter erklommen werden. Diese Anstrengungen überdeckte
Claudia mit witzigen Geschichten, wie die von einer Dame, die immer lauthals
fluchte und auch Würdenträger auf das schlimmste beleidigte. Wir wissen jetzt auch, warum ein Bräutigam vor der Hochzeitsnacht am besten ins Schlüsselloch der St. Michaelskirche pinkeln sollte und viele weitere interessante Anekdoten mehr. An einem Gottesdienst im nächtlichen Bamberger Dom durften wir teilnehmen, bevor wir gegen 21 Uhr von Claudia im dunklen Bamberg wieder
„allein“ gelassen wurden.

 

 

Im Anschluss daran, spazierten wir in Richtung Bahnhof und nahmen noch im bekannten Wirtshaus „Sternla“ zum letzten „aU“ (übersetzt: Ein ungespundetes Bier) Platz. Hier wollten eigentlich alle Keßler‘s
noch eine letzte Stärkung zu sich nehmen, jedoch war dies leider nicht mehr möglich, weil um 22.03 Uhr bereits die Abfahrt ins heimatliche Fürth für die meisten anstand. Die Heimreise wurde durch den Umstand getrübt, dass gerade in dieser Nacht die Bahnstrecke zwischen Bamberg und Erlangen gesperrt war.
Ein „Bahnersatzverkehr“ war deswegen im Einsatz. Als Ersatz stand aber lediglich ein einziger Bus zurVerfügung. Wie man uns später per WhattsApp
mit einem Bild mitteilte, war dieser Bus bis auf den letzten Stehplatz besetzt.
Es ist sicherlich gut nachvollziehbar, welchen Dünsten und Gerüchen die Passagiere ausgesetztwaren. Wie Ölsardinen in der Dose musste man bis Erlangen ausharren. Eine Frechheit der Deutschen Bahn!

 

Wie die Sardinen in der Dose


Diese Unannehmlichkeiten berührte natürlich die Übernachter in keiner Weise. Die schlabberten noch ungezählte Bierchen und Caipi’s in einer Kneipe in der Sandstraße bis 2 Uhr. Übrigens: Man sollte die streitsüchtigen Anwohner-Querulanten aus der Fürther Gustavstraße hierhin schicken. Dort, in der Bamberger Altstadt ist nachts die Hölle los und (noch) kein Anwohner hat sich darüber aufgeregt! Die Nacht im Hotel „Cafè zum Dom“ und beim „Weierich“ war ruhig und den Umständen entsprechend erholsam. Nach einem sehr reichhaltigen und ausgiebigen Frühstück verabschiedete man sich herzlich, lief noch gemeinsam zu den Autos und düste wieder heim.

 

Wir bedanken uns recht herzlich bei Regine Slovacek und Harald Fritz, die diesen sehr interessanten und tollen Ausflug nach Bamberg grandios organisiert haben.

 

EK

 

Bilder

 

 

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